USt-Fachzeitschriften

Mit Schreiben vom 03.05.2021 erweitert das BMF die Anwendbarkeit der Steuerbefreiung für Umsätze, die Handelsplattformen mit Kryptowährungen erzielen. Fortan können neben zentralen (CEX) auch dezentrale Börsen (DEX) die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 8 UStG beanspruchen. Erfreulicherweise wird klargestellt, dass mit den befreiten Umsätzen zusammenhängende IT-Dienstleistungen ebenfalls steuerfrei sind. Betroffene müssen zukünftig ihre Abrechnung anpassen. Es könnten sich aber auch Umsatzsteuererstattungen für die Vergangenheit ergeben. Das BMF-Schreiben ist daher für alle Handelsplattformen von Bedeutung.

16.05.2021

Haufe, Beitrag v. 29.04.2021; Die Finanzverwaltung bezieht Stellung zur umsatzsteuerlichen Einordnung des Mitbenutzungsrechts an Verzehrvorrichtungen Dritter und ändert den UStAE.

30.04.2021

Haufe, Beitrag v. 29.04.2021; Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Digitalpakets in der EU zum 1.7.2021 sind Vorschriften zur Haftung von elektronischen Schnittstellen neu gefasst worden. Der UStAE wird aus diesem Grund um insgesamt 8 neue Abschnitte ergänzt.

30.04.2021
FG

Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass die Umsätze einer in einem Einkaufszentrum mit gemeinschaftlichen Verzehrvorrichtungen befindlichen Fast-Food-Filiale dem allgemeinen Umsatzsteuersatz unterliegen.

16.04.2021

BFH-Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 7.2.2018, XI R 7/16

Der Umsatz mit Gebrauchtgegenständen, Kunstgegenständen, Sammlerstücken und Antiquitäten kann gemäß § 25a UStG im Wege der Differenzbesteuerung versteuert werden. Fraglich ist, ob bei gleichzeitiger Anwendung der Kleinunternehmerregelung der maßgebliche Umsatz auf Basis der Handelsspanne oder der vereinnahmten Entgelte zu ermitteln ist.

12.06.2018

Newsletter 24/2018 | Die Leistungszeit ist in der Praxis eine der am häufigsten fehlenden Pflichtangaben auf Rechnungen. Nach neuester Rechtsprechung des BFH (Urt. v. 01.03.2018, V R 18/17) kann sich die Leistungszeit jedoch auch aus dem Ausstellungsdatum der Rechnung ergeben. Als Voraussetzung hierfür muss nach den Verhältnissen des jeweiligen Einzelfalls davon auszugehen sein, dass die Leistung im Monat der Rechnungsstellung bewirkt wurde.

12.06.2018

NWB Verlag, Fachinformationen vom 08.06.2018 | Heute wenden wir unsere Aufmerksamkeit dem multitaskingfähigen amazonischen Datenkraken zu. Dieses Tierchen ist weltweit aktiv. Es hat die für uns verblüffende Eigenschaft, trotz eines unvorstellbaren Umsatzvolumens, nur geringe Steuern zahlen zu müssen. Umso erstaunlicher ist es, dass dieses Tierchen durchaus in der Lage sein soll, Steuererklärungen für andere, wesentlich kleinere Tierchen anzufertigen. Genauer: Der amazonische Datenkrake lockt mit der Leistung, die Umsatzsteuererklärung für in Deutschland und für in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ansässige, leichtsinnige Unternehmer zu erstellen, die quasi unter dem Schutz der Datenkrake verkaufen möchten.

12.06.2018

NWB Verlag, Fachinformationen vom 07.05.2018 | Durch unrichtige Angaben ihrer Mandanten gegenüber der Finanzverwaltung sehen sich auch Steuerberater immer häufiger steuerstrafrechtlichen Vorwürfen ausgesetzt. Dabei wiegen sich viele Berater in der (falschen) Sicherheit, dass ihr Handeln im Mandatsverhältnis im Großen und Ganzen als berufstypisch und daher strafrechtlich unproblematisch zu werten sei.

12.06.2018

Newsletter 22/2018 | Das BMF streicht mit Schreiben vom 23.04.2018 den sog. Pommes-Erlass. Bisher konnte ein im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässiger Lieferant unter bestimmten Voraussetzungen gegenüber seinen deutschen Kunden mit deutscher Umsatzsteuer abrechnen, auch wenn der Abnehmer der Ware bereits zum Zeitpunkt der Versendung im Abgangsland feststand. Als Grund nennt das BMF die Vermeidung des Risikos von Steuerausfällen. Die Änderung ist auf alle offenen Fälle anwendbar. Den deutschen Abnehmern räumt das BMF für den Vorsteuerabzug eine Übergangsfrist bis 31.12.2018 ein.

08.06.2018

Newsletter 20/2018 | Der 9. Senat des BFH hat „schwerwiegende Zweifel“ an der Verfassungsmäßigkeit des Zinssatzes für Nachzahlungszinsen geäußert. Dieser beträgt 0,5% pro Monat (also 6% pro Jahr). Der Zinssatz soll „realitätsfern“ sein. Damit verstoße er gegen den Gleichheitsgrundsatz in Art. 3 Abs. 1 GG. Weiterhin soll er das Übermaßverbot in Art. 20 Abs. 3 GG verletzen. Spätestens nach dieser Entscheidung sollten Steuerpflichtige gegen jede Festsetzung von Nachzahlungszinsen Einspruch erheben und Aussetzung der Vollziehung der Zinszahlung beantragen.

24.05.2018