Vorsteuerabzug

Hintergrund für diesen Praxistipp ist die erste der beiden Nachfolgenentscheidungen des BFH zu den Anforderungen in einer Rechnung bezüglich des Merkmals vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers.

12.08.2018

Den Hintergrund für diesen Praxistipp bildet eine aktuelle Entscheidung des XI. Senats des BFH. Dieser hat im Wege einer Rechtsprechungsänderung entschieden, dass die wirksame Berichtigung eines Steuerbetrages nach § 14c Absatz 1 UStG grundsätzlich erfordere, dass der Unternehmer die vereinnahmte Umsatzsteuer an den Leistungsempfänger zurückgezahlt hat. Die Entscheidung ist sehr zu begrüßen. Aber natürlich bleiben Fragen offen.

05.08.2018

Gegenstand dieser Umsatzsteuer-Meldung ist die am 05.07.2018 veröffentlichte Entscheidung des EuGH in der Rechtssache Marle Participations. Dabei musste der EuGH darüber entscheiden, ob die (bloße) Vermietung eines Gebäudes durch eine Holdinggesellschaft an ihre Tochtergesellschaft einen Eingriff in deren Verwaltung darstellt und die Holdinggesellschaft damit letztlich auch zum Vorsteuerabzug aus Aufwendungen im Zusammenhang mit deren Erwerb berechtigt. Augenscheinlich müssen Holdinggesellschaften nicht nur in Deutschland um ihr Recht auf Vorsteuerabzug kämpfen, sondern auch in Frankreich und anderen Ländern.

15.07.2018
BFH

Bundesfinanzhof, Pressemitteilung Nr. 31 vom 6. Juni 2018
BFH erleichtert Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs
Urteil vom 1.3.2018 V R 18/17

Beim Vorsteuerabzug aus Rechnungen kann sich die erforderliche Angabe des Leistungszeitpunkts aus dem Ausstellungsdatum der Rechnung ergeben, wenn davon auszugehen ist, dass die Leistung im Monat der Rechnungsausstellung bewirkt wurde.

08.06.2018
BFH

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.3.2018, V R 18/17
ECLI:DE:BFH:2018:U.010318.VR18.17.0

Rechnungsangaben beim Vorsteuerabzug

 

08.06.2018

Mit Schreiben vom 27. Februar 2018 hat nun auch die deutsche Finanzverwaltung auf den boomenden Kryptowährungsmarkt reagiert und in einem ersten Schreiben zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoins und anderen virtuellen Währungen Stellung genommen. Dabei geht es insbesondere auch um steuerliche Folgefragen betreffend Umsätze im Zusammenhang mit Mining, Wallets und Handelsplattformen.

28.02.2018

Gegenstand der aktuellen Umsatzsteuer-Meldung ist die am 21.02.2018 veröffentliche Entscheidung des EuGH in der Rechtssache Kreuzmayr (C-628/16). Dabei musste der EuGH wieder einmal darüber befinden, welcher der beiden im Rahmen eines Reihengeschäftes durchgeführten Lieferungen der Beförderung zuzuordnen ist, da nur sie – bei Vorliegen der weiteren Tatbestandsvoraussetzungen – als innergemeinschaftliche Lieferung steuerbefreit sein kann.

23.02.2018
BFH

Bundesfinanzhof, Pressemitteilung Nr. 6 vom 24. Januar 2018
BFH zweifelt an der Umsatzsteuerfreiheit des sog. Outsourcing im Bankbereich
Beschluss vom 28.9.2017 V R 6/15

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) soll auf Vorlage des Bundesfinanzhofs (BFH) entscheiden, ob Unterstützungsleistungen eines Dienstleisters für eine Bank beim Betrieb von Geldautomaten umsatzsteuerfrei sind. Der Vorlagebeschluss des BFH vom 28. September 2017 V R 6/15 ist von großer Bedeutung für Banken, die bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zur Kostenoptimierung Dienstleister einschalten. Denn die so erhofften Kostenvorteile werden durch eine Umsatzsteuerpflicht der vom Dienstleister bezogenen Leistung in Frage gestellt, da Banken beim Bezug derartiger Leistungen im Allgemeinen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.

24.01.2018

Der Fortschritt der Technik hat auch nicht vor dem Umsatzsteuergesetz haltgemacht. Dies zeigen nicht nur die jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission zur Reformierung des Mehrwertsteuerrechts, sondern lässt sich auch an der Entwicklung der Vorschrift des § 14 UStG im Zusammenhang mit den Bestimmungen zur elektronischen Rechnung ablesen.

12.01.2018

In der jüngsten Entscheidung des EuGH vom 15.11.2017 wird das restriktive Verständnis des BFH zu den hohen Hürden richtiger Rechnungsangaben hinsichtlich des Merkmals „vollständige Anschrift“ für den Leistenden beanstandet. Der aktuelle PSP-Praxistipp fasst die aktuelle EuGH-Entscheidung zusammen und gibt hilfreiche Hinweise, welchen Mehrwert Sie hieraus in der täglichen Praxis ziehen können.

 

23.11.2017